Mittwoch, 18. Februar 2026

Fette Schäflein - Religiöse Konsumenten

Fette Schäflein


(1802260809-0850)

Ich komme mehr und mehr
zu der Erkenntnis,
dass wir es in christlichen Kreisen
mit vielen fetten Schäflein
zu tun haben.
 
Menschen, die regelmäßig Gottesdienste
und christliche Veranstaltungen besuchen,
die sich eine Predigt
nach der nächsten anhören,
die den ganzen Tag bei sich
Anbetungsmusik zur eigenen
Auferbauung abspielen,
und die sich in ihrer Freizeit
fast ausschließlich
mit anderen „Gläubigen“ treffen.
 
Sie sind klassische Konsumenten
und haben sehr viel geistliches Kopfwissen.
Treu und brav
gehen sie Sonntag für Sonntag in die Kirche
und lassen sich erzählen
wie sie richtig leben sollen.
 
Doch wie sieht der Alltag aus?
Sie sind trotzdem oft genug geplagt
von Sorgen, Ängsten und Depressionen,
sie haben die gleichen Probleme,
wie der Rest der Welt
und wenn es um die
praktische Umsetzung
des Gelernten geht,
so stehen sie ratlos da
und handeln leider allzu oft
nur nach den eigenen Impulsen,
dem Lustprinzip,
oder der alten selbstsüchtigen Natur.
 
Irgendwie scheinen sie
mit der Umsetzung des Gelernten,
ernsthafte Probleme zu haben.
 
Was ist aus dem
praktizierten Glauben geworden?
Haben sie nicht ganz glar
den Auftrag aus der Bibel,
dass sie Jesus nachfolgen sollen?
Dort ist nicht zu lesen,
dass wir Jesu Worte kennen sollen,
sondern, dass wir
nach ihnen handeln sollen!
 
Irgendwie scheinen diese „Nachfolger“ Jesu
ernsthafte Umsetzungsprobleme
zu haben.
 
Wie oft muss Jesus wiederholen,
dass wir unsere Sorgen auf ihn werfen sollen?
Was bedeutet es, wenn er sagt,
dass wir zuerst nach Gottes Reich
trachten sollen?
Sollen wir nicht ohne Unterlass beten?
Haben wir nicht alle
in seinem Wort den Auftrag bekommen
aller Welt die Gute Nachricht
zu verkünden?
Ist es nicht von großer Bedeutung,
dass wir an unserer Liebe
erkannt werden?
Wie sollen wir laut Bibel
mit den Notleidenden umgehen?
 
Wir lesen, dass Gott
unser Schutz und Schild ist,
und dennoch handeln sie,
als wären sie allem
schutzlos ausgeliefert
und wollen all ihre Probleme
mit ihrem eigenen Verstand
und ihren begrenzten Möglichkeiten lösen.
Das Gebet ist ihr
letztes Mittel der Möglichkeiten,
wenn alles andere Eigenmächtige
nichts nützt.
 
Wenn sie sich schon Gottes Kinder nennen,
dann ist es höchste Zeit,
dass sie sich in ihrem Umfeld
und in ihrem Alltag
auch als solche benehmen.
 
 
 
Thema:   Religiöse Konsumenten
Irgendetwas läuft hier mächtig schief!

 

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